KalandKör400: Die Ersten!

Nicht einmal zwei Monate nach der Vorstellung des Balaton-Rad-KalandKörs können wir bereits zwei Radfahrern gratulieren. Miklós Papp absolvierte die Strecke als Erster, und László Horváth fuhr die knapp 400 Kilometer über Berge, Täler und Gelände als Erster in einem Stück.

Aus diesem besonderen Anlass überreichte der Projektleiter, Péter Princzinger, am 13. April in Balatonföldvár BalatonBike365-Geschenke an Miklós und László.

Der erste Finisher, Miklós Papp, ist ein 68-jähriger pensionierter Sportlehrer und Schwimmtrainer. Er arbeitete in Nagykanizsa, lebt seit 15 Jahren in Zalakaros und begann dort mit dem Radfahren. Die Abschnitte des KalandKör400 begann er schon zu fahren, bevor das Projekt offiziell vorgestellt wurde, weil ihm auf den Balaton-Radtourenrouten die KK400-Schilder aufgefallen waren. Was danach geschah, erzählt Miklós persönlich:

PM: Der Balaton ist auch als Radfahrer meine große Liebe. Ich fahre viel in der Region Westbalaton und bin hier (schon letztes Jahr) zum ersten Mal auf die Beschilderung gestoßen. Mit Hilfe der BB365-App begann ich, die Strecke nach meinem eigenen Plan zu erkunden. Ganz unbekannt war sie mir nicht, denn ich bin in den vergangenen Jahren auch die Routen des BB Derby und des Great Balaton Ebike Race gefahren. Als die Strecke öffentlich wurde, habe ich mich sehr gefreut; ich dachte, das ist eine neue Herausforderung, die (auch) zu mir passt, und ich beschloss, sie komplett zu fahren.

Papp MiklósPapp Miklós

BB365: Wie bist du auf die Möglichkeit der Absolvierung gestoßen?

PM: Über die BB365-Posts in sozialen Netzwerken wurde klar, warum die neuen Schilder zunächst ohne große Ankündigung aufgestellt wurden. Nach der Bekanntgabe habe ich mich über die Abschnitte und die QR-Kontrollpunkte informiert und dann begonnen zu planen, wie ich die Strecke absolvieren will.

BB365: In welcher Aufteilung hast du die Strecke absolviert?

PM: Das BB Derby (ebenfalls 400 km) bin ich schon in drei Abschnitten gefahren, aber wegen des Termins im März und der Logistik dachte ich diesmal eher an Hin-und-zurück-Fahrten auf den Abschnitten oder höchstens an ein bis zwei Abschnitte pro Anlauf. Deshalb kamen insgesamt 740 km zusammen, in acht Anläufen zwischen dem 18. März und dem 4. April.

BB365: Als einer der ersten Tester: Was fällt dir zum Ablauf ein, würdest du etwas ändern?

PM: Die Beschilderung ist an einigen Stellen ungenau und unvollständig, aber ein Abenteuerkreis ist eben ein Abenteuerkreis! Neu war das Scannen der QR-Codes; oft habe ich die Schilder nur anhand der GPS-Position gefunden. Die roten Schilder an den Abschnittsgrenzen sind gut sichtbar. Ich habe die BB365-App (die KK400-Route) zur Navigation genutzt und parallel in meinem Profil verfolgt, welche Kontrollpunkte bereits erfasst wurden. Es wäre sehr gut, wenn auf der Profilkarte auch die aktuelle Position sichtbar wäre. Ich habe erlebt (nicht nur bei mir, besonders in der Káli-Runde), dass die Zeit nicht ab dem letzten, sondern ab dem ersten Scan gerechnet wurde, dadurch kamen völlig falsche Zeiten heraus, und manchmal wurde die Rückfahrt gar nicht akzeptiert. Es kam auch vor, dass die Route auf Privatgelände zu einem verdrahteten, geschlossenen Tor führte (in der Gegend von Várvölgy). Es wäre gut, wenn man solche Fälle nach der Tour melden könnte und andere ebenfalls davon erfahren würden. Grundsätzlich ist das Projekt auf Erfolg ausgerichtet, eine super Idee, man sieht, wie viel Arbeit darin steckt! Man muss es bekannter machen, damit sich Radfahrer mutiger vom Balaton „lösen“, denn die klassische Balaton-Radrunde ist zum Glück schon überfüllt.

Ich würde vorschlagen, ähnlich wie bei der Balaton-Radrunde eine Community-Seite zu schaffen, auf der jeder seine Strecken und Erlebnisse teilen kann!

A túrákhoz használt Merida pedelecA túrákhoz használt Merida pedelec

BB365: Mit welchem Rad hast du den KalandKör absolviert?

PM: Grundsätzlich nutze ich mehrere Fahrradtypen. Den KalandKör bin ich auf Basis meiner früheren Erfahrungen mit einem vollgefederten Pedelec-MTB angegangen, weil für mich so der „Genusswert“ der Strecke erhalten bleibt.

BB365: Wem würdest du den KK400 empfehlen?

PM: Bestimmte asphaltierte Abschnitte am Ufer und weiter im Inland sind auch für Familien geeignet, aber es gibt auch Geländeabschnitte, die etwas Fahrradtechnik und Praxis voraussetzen! Auf meinen Erkundungsfahrten bin ich auf mit Lehm bedeckte Wege gestoßen, die zur „Eisbahn“ wurden, und ich bin auch kleineren „Seen“ über Wildpfade und Wildschweinsuhlen im dichten, dunklen Wald ausgewichen. Die Unterstützung hat mich oft aus der Klemme gezogen, aber vor Gravel-Fahrern, die auch durch tiefen Sand kommen, ziehe ich den Hut! Das kann schon die Ansprüche von Menschen erfüllen, die extreme Herausforderungen suchen, daher kann ich sagen: Mit der passenden Routenwahl kann jeder losfahren!

Mit einem schnellen Übergang kommen wir zur Anfang-April-Leistung des 41-jährigen László Horváth, die bereits eine extreme Herausforderung darstellt. Der Sportler, bekannt auch aus der BalatonBike365-Tourguide-Ausbildung, nahm sich vor, den KalandKör in einem Zug zu fahren. Das gelang: In 21 Stunden kam er rund um den See, was 19 Stunden im Sattel bedeutete, und damit zugleich die erste in einem Stück absolvierte KK400-Distanz war. Bujti fragte Laci nach diesem besonderen Abenteuer:

Bujti sprach natürlich auch mit Miklós, dem ersten Finisher: